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Farbbilder (24-bit Farbtiefe) brauchen viel Speicherplatz, da jeder
einzelne Bildpunkt (Pixel) abgespeichert wird.
Ein kleines Foto in der Größe 400x300 Pixel benötigt schon 360.000 Byte (400x300x3) und Fotos in
Druckqualität haben meist eine Größe von ein paar Millionen Bytes.
So hat man schon früh angefangen verschiedene Verfahren zu
entwickeln, bei denen die Bilddaten in einer speziellen Weise kodiert werden, so dass sie weniger
Speicherplatz benötigen. Diesen Vorgang nennt man Komprimierung.
Die einfachste Methode ist die RLE-Komprimierung
(Run-Length-Encoding). Es werden Folgen gleicher Bytes gesucht und durch ein Paar (Zeichen, Anzahl)
ersetzt. So wird aus der Zeichenfolge AAAAAAAEEETTTTFF
der Code 7A3E4T2F
und anstatt 16 Zeichen hat man nur noch 8.
Sehr oft wird auch die LZW-Komprimierung (Lempel, Ziv Welch)
eingesetzt. Häufig wiederkehrende Zeichenfolgen werden in einer generierten Zuordnungstabelle mit einem
Index ersetzt.
Komplexe Bilder mit vielen verschiedenen Farben können natürlich viel
weniger komprimiert werden, als Bilder mit wenigen Farben (z.B. Schwarz-Weiß Bilder und FAXE).
Da mit diesen Verfahren keine Informationen verloren gehen,
bezeichnet man Sie als verlustfreie Komprimierung (lossless). Es sind Komprimierraten von 1,5:1
bis 2:1 je nach Vorlage möglich.
Um Bilddaten noch stärker komprimieren zu können, benutzt man die
verlustbehaftete Komprimierung (lossy). Bilddetails, die das menschliche Auge nicht oder kaum
wahrnimmt, werden weggelassen. Die Bildqualität wird zwar schlechter, aber es sind Komprimierraten von
20:1 bis 100:1 je nach Vorlage möglich. |