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Kurs 10 - Tonwertanalyse

Die meisten Bilder aus Digitalkameras und Scannern können durch die Nachbearbeitung mit einem Grafikprogramm noch verbessert werden. Das geschieht normalerweise in mehreren Arbeitsschritten.

Zuerst optimiert man die Licht- und Schattenbereiche (Tonwertumfang) eines Bildes. Dies garantiert scharfe Details im gesamten Tonwertbereich. 

Für die Bildanalyse werden die Bildpunkte (Pixel) je nach Helligkeitsbereich in 3 Gruppen unterteilt: Schatten, Mitteltöne und Glanzlichter. Diese Tonwerte lassen sich grafisch in einem sogenannten Histogramm darstellen. 

Dabei wird die Häufigkeitsverteilung der Helligkeitswerte eines Bildes dargestellt. An der X-Achse kann man die Helligkeit ablesen und an der Y-Achse die Häufigkeit der Pixel mit diesem Tonwert. So erkennt man sofort in welchen Bildbereichen eine Tonwertanpassung nötig ist.

Ein Beispiel für ein unterbelichtetes BildHistogramm - die dunklen Werte stehen links, die hellen Werte rechtsDiese Bild wurde unterbelichtet. Die Tonwert-Schwerpunkte liegen im dunklen Bereich. Es fehlen wichtige Mitteltöne und es gibt fast keine Pixel im hellen Bereich. Dadurch fehlen die Details. Das Bild wirkt blass und unscharf.

Bei der Tonwertanpassung wird der dunkelsten Stelle im Bild Schwarz zugeordnet und der hellsten Stelle Weiß. Danach werden die Mitteltöne neu berechnet und so der gesamte Tonwertumfang vergrößert. Die Auswirkungen dieser Funktion auf die Bildqualität ist bemerkenswert.

Das gleiche Bild nach der TonwertanpassungDie neue Tonwertverteilung mit mehr hellen WertenDas Bild nach der Korrektur (Tonwertspreizung). Die Tonwerte wurden neu berechnet. Das Bild hat deutlich mehr Schärfe und Brillanz.

Viele Grafikprogramme bieten auch eine automatische Tonwertanpassung. Diese Funktion ist mit Vorsicht einzusetzen, da nicht alle Bilder eine Normalverteilung nötig haben (z.B. Nachtaufnahmen). Die manuelle Methode ist immer präziser.

Zusammenfassung:

Tonwerte

Man unterscheidet Schatten, Mitteltöne und Lichter.

Die Mitteltöne sind für die Details am Wichtigsten.

Ein voller Tonwertumfang besitzt Werte in allen Bereichen.

Histogramme

Grafische Darstellung der Häufigkeit von Tonwerten.

Dunkle Werte stehen links auf der X-Achse, Helle rechts.

Die Häufigkeit kann man auf der Y-Achse ablesen.

Tonwertkorrektur

Der dunkelste Wert eines Bildes wird Schwarz zugeordnet.

Der hellste Wert eines Bildes wird Weiß zugeordnet.

Die Mitteltöne werden entsprechend neu berechnet.

Tipps und Tricks

Die Tonwerte immer manuell einstellen. Keine Automatik.

Für den Druck die dunklen Bereiche etwas heller lassen.

Nie mit dem Originalbild arbeiten. Sicherungskopie erstellen.


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