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Kurs 11 - Farbkorrektur und Farbeffekte

1. Farbkorrektur

Nach der Tonwertanalyse sollte man die Farbbalance eines Bildes korrigieren, um Farbstiche (Farbverschiebungen) zu beseitigen oder die Farbsättigung zu korrigieren. Mit dem Farbkreis können Sie voraussagen, wie sich eine Änderung in einer Farbkomponente auf andere Farben auswirkt.

Der Farbkreis als Hilfsmittel zur Farbkorrektur
Man kann z. B. die Stärke einer Farbe in einem Bild verringern, indem man die Stärke der Komplementärfarbe im Farbkreis erhöht und umgekehrt.

Gleichermaßen kann man eine Farbe verstärken oder abschwächen, indem man die beiden benachbarten Farben im Kreis verstärkt oder abschwächt, oder an die entsprechende Komplementärfarbe anpasst.

Jedes Grafikprogramm bietet für diese Korrektur je nach Aufgabe und Bildtyp verschiedene Funktionen an (z.B. Farbbalance, Farbkorrektur, Farbtonkorrektur).

 

Der weiße Hintergrund hat einen RotstichDieses Foto hat einen "Rotstich" (Farbverschiebung nach Rot)

Für eine Farbkorrektur kann man den roten Farbanteil verringern, oder die Komplementärfarbe Blau erhöhen. Auch eine Abschwächung der benachbarten Farben Magenta und Gelb bewirkt eine Abschwächung des Rotwertes.

Der weiße Hintergrund hat einen GrünstichDieses Foto hat einen "Grünstich" (Farbverschiebung nach Grün)

Für eine Farbkorrektur kann man den grünen Farbanteil verringern, oder die Komplementärfarbe Magenta erhöhen. Auch eine Abschwächung der benachbarten Farben Cyan und Gelb bewirkt eine Abschwächung des Rotwertes.

Der weiße Hintergrund hat einen BlaustichDieses Foto hat einen "Blaustich" (Farbverschiebung nach Blau)

Für eine Farbkorrektur kann man den blauen Farbanteil verringern, oder die Komplementärfarbe Gelb erhöhen. Auch eine Abschwächung der benachbarten Farben Magenta und Cyan bewirkt eine Abschwächung des Rotwertes.

Das fertige Bild nach der FarbkorrekturDas Foto mit einer ausgewogenen Farbbalance nach der Farbkorrektur.

Wichtig zur Farbanalyse ist auch ein korrekt eingestellter Bildschirm. Hierbei helfen Farbmanagementsysteme, die meist Bestandteil der Grafikprogramme sind. Dabei werden Scanner, Bildschirm und Drucker perfekt aufeinander eingestellt.

2. Farbeffekte

Natürlich bieten gute Grafikprogramme auch viele Möglichkeiten mit Farbmanipulationen Bilder zu verändern.

Ein GraustufenbildHier wurden die Tonwerte neu verteiltEin Negativ-BildMit der Funktion "Sättigung verringern" kann man aus jedem Bild ein Graustufenbild machen.
Die "Tonwertangleichung" verteilt die Werte neu und mit der Funktion "Umkehren" erhält man ein Negativ.

Ein Foto mit Nostalgie-EffektDieses Foto wurde koloriertEin Infrarot-EffektMit anderen Bildmanipulationen kann man auch "alte Fotos" entstehen lassen, Bilder kolorieren oder sogar den Eindruck einer Infrarotaufnahme erzeugen.
Diese Funktionen fallen je nach Grafikprogramm sehr unterschiedlich aus.

Zusammenfassung:

Viele Fotos aus Digitalkameras und Scannern benötigen noch eine Farbkorrektur.

Der Farbkreis hilft die notwendigen Farbveränderungen zu erkennen.

Ein korrekt eingestellter Bildschirm ist sehr wichtig zur Farbbeurteilung.

Viele Grafikprogramme bieten zusätzliche Funktionen zur Farbmanipulation.


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